Im Preis enthalten heißt ja nichts anderes, als dass es vom Kunden immer mit bezahlt wird. Egal ob es erforderlich ist oder nicht. Ich möchte dir absolut nichts unterstellen und glaube auch, dass ihr eure Umrüstungen gewissenhaft durchführt. Doch ich als Laie habe bei solchen Angeboten das Gefühl, dass sich der Umrüster wenig mit den Eigenheiten des Motors auseinander gesetzt hat. Ich meine damit, dass es auch abseits der Ventilsitzproblematik motorseitig einige Spezialitäten gibt, die bei der Umrüstung bzw. für einen reibungslosen Betrieb nach der Umrüstung eine Rolle spielen. Z.B. Schaltsaugrohr (Fiat), zylinderspezifisch unterschiedlich lange Ansaugwege (VW VR-Motoren), Valvetronic (BMW), etc.
Beiträge von Tomcy
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Ebenso wichtig ist, dass ein gutes Dosiersystem eingebaut ist. In der Vergangenheit wurden ja gern diese Unterdruckflaschen ("Nuckelflaschen") eingebaut, die das Additiv in den Ansaugtrakt dosieren. Problematisch ist daran, dass bei Volllast bekanntlicherweise der Unterdruck im Ansaug 'zusammenbricht' und daher kein Additiv mehr angesaugt wird. Der Motor bekommt also ausgerechnet dann kein Additiv mehr, wenn es am ehesten gebraucht wird. Moderne elektronische Dosiersysteme besitzen eine Dosiereinheit, die das Additiv in die Gasniedruckseite (oder sequenziell nach den Autogasinjektoren) abgibt. D.h. an jedem Zylinder steht immer eine bestimmte Menge Additiv zur Verfügung.
Ob ein Additiv gebraucht wird ist wiederrum vom Motor abhängig. Ich beispielsweise fahre einen Mercedes CLK 500, dessen Motor gasfest ist. Ein Additivdosiersystem wäre rausgeschmissenes Geld. Umrüster, die standardmäßig immer ein Dosiersystem einbauen, würde ich meiden.
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Der Adam 1.4 ecoflex LPG ist ab sofort bei einschlägigen Vermittlungshändlern (Carneoo, Autohaus24, MeinAuto, etc.) konfigurierbar. Der Aufpreis zum 1.4 ecoflex 87 PS beträgt knapp 1600€. Interessanterweise wurde der offizielle Konfigurator noch nicht angepasst. Aus meiner Sicht ist der Aufpreis absolut fair. Bei den üblichen Umrüstern dürfte man deutlich mehr bezahlen und hat dann keinen gasfesten Zylinderkopf.Leider ist offenbar das Sportpaket nicht mit LPG konfigurierbar.
Ihm wurde von einem Werkstattmitarbeiter gesagt dass man LPG nicht zum Autobahnfahren nehmen soll wenn man in der Nähe von Vollgas fährt weil LPG mit ner höheren Temperatur verbrennt und man sich den Motor kaputt macht. Der Mitarbeiter hatte ihm geraten ab 140km/h(sprich nicht so hohe Drehzahlen mit LPG) auf Benzin umzuschalten? Stimmt das? Gibt es da explizite Herstellerhinweise???
Ich kann diesem Kram mit den höheren Verbrennungstemperaturen nicht mehr hören. Das sind olle Kamellen, die längst widerlegt sind. Der Grund, warum einige Motoren allergisch auf Autogas reagieren ist einzig die Materialpaarung von Ventil und Ventilsitz. Autogas besitzt im Gegensatz zu Benzin keine Additive, die verschleißmindernd im Bereich der Ventile wirksam sind. Daher kommt es bei ungünstiger Materialpaarung ("weiche" Ventilsitze) zu einem erhöhten Verschleiß, der sich in verringerndem Ventilspiel äußert.Will man denn unbedingt einen problematischen Motor (wie den A14XEL/A14XER) umrüsten, so sollte ein elektronischen Additivdosiersystem (z.B. der bekannte SI Valveprotector) mit guten Additiv (für das ein entspechender Wirksamkeitsnachweis existiert) gleich mit eingebaut werden.